98. Traum von Korinna C.:
«Oh ja, es gibt einen Weg vom Traumatischen, das im Dunkeln sein Wesen nährt wie die Larve des Dickmaulrüsslers, hin zum Traumhaften, das im Hellen mehr... der Realität seine Wesensquelle findet.
Nachdem ich mir das Träumen und den Glauben daran erlaubte, habe ich mich auf den Weg gemacht. EIN Traum blieb hängen, festgeklammerte Wäsche an der Leine. So klar und verlockend duftend wie frisch gemahlener Kaffee.
Und doch: so schön und unerreichbar, das kann doch nur ein Traum bleiben!
Ich erlebte in meiner Kindheit traumatische Situationen, die mich mein Leben aus der dunklen Ecke gestalten liess. Ich sah meine Ehe zusehends immer granitfarbiger und härter werden wie es Bleistifte in verschiedenen Nuancen und Graden gibt. Es war mir nicht möglich den Stift zu wechseln. Die Scheidung folgte schattenbehaftet. Eine nebulöse Zeit des Versinkens in Gewässer ohne Schnorchel, Sauerstoffgerät oder Tauchglocke folgte. Kaum fand ich eine Luftblase in letzter Minute, kaum drei Atemzüge später liessen Arbeitskolleginnen und mein Vorgesetzter ihre gut versteckten Nadeln ausfahren. Mobbing. Ein halbes Jahr hielt ich diesen Stichstössen stand, dann erlöste mich die Diagnose Krebs.
Wieder wurde ich gewaschen. Volles Programm. Schleudern auf höchster Stufe inbegriffen. Wieder ging ich tauchen. Mit noch weniger Luft, dafür mit noch mehr Angst.
In einer neu gefundenen Sauerstoffblase musste ich feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die eine solche Diagnose einem einfachen Schnupfen gleichsetzen! Meine Zeit der Therapien war für diese Leute ( sie litten unter unheilbaren Augenleiden, Ohrensausen, Geschmacksverlust und Hirnverbrennungen) zu lang. Mir wurde gekündigt kaum war ich gesund.
Ich war fünfzig Jahre alt und ging allein durch das Leben.
Ach ja, der Tauchgang. Ich wusste es. Wieder einer mehr.
Im Sumpf meines Vegetierens begann ich zu träumen. Für dieses wundersame Land der Nächte und Tage besorgte ich mir neben Kiemen und Flossen Luftvorräte für die Dauer eines kleinen Krieges mit anschliessendem Rauchen einer Friedenspfeife.
Ich ergab mich dem Untergang.
Zurück blieb ein Nichts.
Wer jetzt meint ein Nichts sei nichts, der täuscht sich. Denn ein Nichts ist etwas: nämlich ein Nichts. Und da ein Nichts immerhin etwas ist, kann es sich eine Form nach Belieben wählen. Vorausgesetzt es wird mit Fantasie genährt. Und davon hatte ich mir in den wiederkehrenden schmerzlichen Zeiten genug zum Überleben erworben, wie ein Maler das schier unerschöpfliche Mischen der Farben entdeckt hat.
Ich erträumte mir die immer wiederkehrende Geschichte einer Frau, die „sich Ihrer bewusst mit allen Sinnen“ aus dem Nichts aufsteigt. Geborgen in ihrer Hand hütet sie eine Sternenglanz spiegelnde Perle.
Eine Frau, ein Weib. Mit nebelgrausilbernen, langen Haaren. Mit Linien, die wie der Fächer einer stolzen Spanierin in ihr Gesicht
gefältelt sind. Ausgeglichen, gelassen wie ein brütendes Huhn. Mit Charme und Humor eines Charlie Chaplin. Mit der wohlproportionierten Figur einer Schwimmerin nach ihrem Rücktritt. Mit Ruhe gesegnet gleich einer äsenden Kuh.
Gedulderprobt wie Sisyphus.
Begnadet mit der Fähigkeit immer wieder mit sich ins Reine zu kommen.
Und nach und nach geht mein Traum in Erfüllung: ich wachse von dieser Traumwirklichkeit in die Realität hinein.
Zu einer Frau, die ich mir erträumte.
Oh ja, es gibt einen Weg vom Traumatischen, das im Dunkeln sein Wesen nährt wie die Larve des Dickmaulrüsslers, hin zum Traumhaften, das im Hellen der Realität seine Wesensquelle findet.
Nachdem ich mir das Träumen und den Glauben daran erlaubte, habe ich mich auf den Weg gemacht. EIN Traum blieb hängen, festgeklammerte Wäsche an der Leine. So klar und verlockend duftend wie frisch gemahlener Kaffee.
Und doch: so schön und unerreichbar, das kann doch nur ein Traum bleiben!
Ich erlebte in meiner Kindheit traumatische Situationen, die mich mein Leben aus der dunklen Ecke gestalten liess. Ich sah meine Ehe zusehends immer granitfarbiger und härter werden wie es Bleistifte in verschiedenen Nuancen und Graden gibt. Es war mir nicht möglich den Stift zu wechseln. Die Scheidung folgte schattenbehaftet. Eine nebulöse Zeit des Versinkens in Gewässer ohne Schnorchel, Sauerstoffgerät oder Tauchglocke folgte. Kaum fand ich eine Luftblase in letzter Minute, kaum drei Atemzüge später liessen Arbeitskolleginnen und mein Vorgesetzter ihre gut versteckten Nadeln ausfahren. Mobbing. Ein halbes Jahr hielt ich diesen Stichstössen stand, dann erlöste mich die Diagnose Krebs.
Wieder wurde ich gewaschen. Volles Programm. Schleudern auf höchster Stufe inbegriffen. Wieder ging ich tauchen. Mit noch weniger Luft, dafür mit noch mehr Angst.
In einer neu gefundenen Sauerstoffblase musste ich feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die eine solche Diagnose einem einfachen Schnupfen gleichsetzen! Meine Zeit der Therapien war für diese Leute ( sie litten unter unheilbaren Augenleiden, Ohrensausen, Geschmacksverlust und Hirnverbrennungen) zu lang. Mir wurde gekündigt kaum war ich gesund.
Ich war fünfzig Jahre alt und ging allein durch das Leben.
Ach ja, der Tauchgang. Ich wusste es. Wieder einer mehr.
Im Sumpf meines Vegetierens begann ich zu träumen. Für dieses wundersame Land der Nächte und Tage besorgte ich mir neben Kiemen und Flossen Luftvorräte für die Dauer eines kleinen Krieges mit anschliessendem Rauchen einer Friedenspfeife.
Ich ergab mich dem Untergang.
Zurück blieb ein Nichts.
Wer jetzt meint ein Nichts sei nichts, der täuscht sich. Denn ein Nichts ist etwas: nämlich ein Nichts. Und da ein Nichts immerhin etwas ist, kann es sich eine Form nach Belieben wählen. Vorausgesetzt es wird mit Fantasie genährt. Und davon hatte ich mir in den wiederkehrenden schmerzlichen Zeiten genug zum Überleben erworben, wie ein Maler das schier unerschöpfliche Mischen der Farben entdeckt hat.
Ich erträumte mir die immer wiederkehrende Geschichte einer Frau, die „sich Ihrer bewusst mit allen Sinnen“ aus dem Nichts aufsteigt. Geborgen in ihrer Hand hütet sie eine Sternenglanz spiegelnde Perle.
Eine Frau, ein Weib. Mit nebelgrausilbernen, langen Haaren. Mit Linien, die wie der Fächer einer stolzen Spanierin in ihr Gesicht
gefältelt sind. Ausgeglichen, gelassen wie ein brütendes Huhn. Mit Charme und Humor eines Charlie Chaplin. Mit der wohlproportionierten Figur einer Schwimmerin nach ihrem Rücktritt. Mit Ruhe gesegnet gleich einer äsenden Kuh.
Gedulderprobt wie Sisyphus.
Begnadet mit der Fähigkeit immer wieder mit sich ins Reine zu kommen.
Und nach und nach geht mein Traum in Erfüllung: ich wachse von dieser Traumwirklichkeit in die Realität hinein.
Zu einer Frau, die ich mir erträumte.
Oh ja, es gibt einen Weg vom Traumatischen, das im Dunkeln sein Wesen nährt wie die Larve des Dickmaulrüsslers, hin zum Traumhaften, das im Hellen der Realität seine Wesensquelle findet.
Nachdem ich mir das Träumen und den Glauben daran erlaubte, habe ich mich auf den Weg gemacht. EIN Traum blieb hängen, festgeklammerte Wäsche an der Leine. So klar und verlockend duftend wie frisch gemahlener Kaffee.
Und doch: so schön und unerreichbar, das kann doch nur ein Traum bleiben!
Ich erlebte in meiner Kindheit traumatische Situationen, die mich mein Leben aus der dunklen Ecke gestalten liess. Ich sah meine Ehe zusehends immer granitfarbiger und härter werden wie es Bleistifte in verschiedenen Nuancen und Graden gibt. Es war mir nicht möglich den Stift zu wechseln. Die Scheidung folgte schattenbehaftet. Eine nebulöse Zeit des Versinkens in Gewässer ohne Schnorchel, Sauerstoffgerät oder Tauchglocke folgte. Kaum fand ich eine Luftblase in letzter Minute, kaum drei Atemzüge später liessen Arbeitskolleginnen und mein Vorgesetzter ihre gut versteckten Nadeln ausfahren. Mobbing. Ein halbes Jahr hielt ich diesen Stichstössen stand, dann erlöste mich die Diagnose Krebs.
Wieder wurde ich gewaschen. Volles Programm. Schleudern auf höchster Stufe inbegriffen. Wieder ging ich tauchen. Mit noch weniger Luft, dafür mit noch mehr Angst.
In einer neu gefundenen Sauerstoffblase musste ich feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die eine solche Diagnose einem einfachen Schnupfen gleichsetzen! Meine Zeit der Therapien war für diese Leute ( sie litten unter unheilbaren Augenleiden, Ohrensausen, Geschmacksverlust und Hirnverbrennungen) zu lang. Mir wurde gekündigt kaum war ich gesund.
Ich war fünfzig Jahre alt und ging allein durch das Leben.
Ach ja, der Tauchgang. Ich wusste es. Wieder einer mehr.
Im Sumpf meines Vegetierens begann ich zu träumen. Für dieses wundersame Land der Nächte und Tage besorgte ich mir neben Kiemen und Flossen Luftvorräte für die Dauer eines kleinen Krieges mit anschliessendem Rauchen einer Friedenspfeife.
Ich ergab mich dem Untergang.
Zurück blieb ein Nichts.
Wer jetzt meint ein Nichts sei nichts, der täuscht sich. Denn ein Nichts ist etwas: nämlich ein Nichts. Und da ein Nichts immerhin etwas ist, kann es sich eine Form nach Belieben wählen. Vorausgesetzt es wird mit Fantasie genährt. Und davon hatte ich mir in den wiederkehrenden schmerzlichen Zeiten genug zum Überleben erworben, wie ein Maler das schier unerschöpfliche Mischen der Farben entdeckt hat.
Ich erträumte mir die immer wiederkehrende Geschichte einer Frau, die „sich Ihrer bewusst mit allen Sinnen“ aus dem Nichts aufsteigt. Geborgen in ihrer Hand hütet sie eine Sternenglanz spiegelnde Perle.
Eine Frau, ein Weib. Mit nebelgrausilbernen, langen Haaren. Mit Linien, die wie der Fächer einer stolzen Spanierin in ihr Gesicht
gefältelt sind. Ausgeglichen, gelassen wie ein brütendes Huhn. Mit Charme und Humor eines Charlie Chaplin. Mit der wohlproportionierten Figur einer Schwimmerin nach ihrem Rücktritt. Mit Ruhe gesegnet gleich einer äsenden Kuh.
Gedulderprobt wie Sisyphus.
Begnadet mit der Fähigkeit immer wieder mit sich ins Reine zu kommen.
Und nach und nach geht mein Traum in Erfüllung: ich wachse von dieser Traumwirklichkeit in die Realität hinein.
Zu einer Frau, die ich mir erträumte.
Oh ja, es gibt einen Weg vom Traumatischen, das im Dunkeln sein Wesen nährt wie die Larve des Dickmaulrüsslers, hin zum Traumhaften, das im Hellen der Realität seine Wesensquelle findet.
Nachdem ich mir das Träumen und den Glauben daran erlaubte, habe ich mich auf den Weg gemacht. EIN Traum blieb hängen, festgeklammerte Wäsche an der Leine. So klar und verlockend duftend wie frisch gemahlener Kaffee.
Und doch: so schön und unerreichbar, das kann doch nur ein Traum bleiben!
Ich erlebte in meiner Kindheit traumatische Situationen, die mich mein Leben aus der dunklen Ecke gestalten liess. Ich sah meine Ehe zusehends immer granitfarbiger und härter werden wie es Bleistifte in verschiedenen Nuancen und Graden gibt. Es war mir nicht möglich den Stift zu wechseln. Die Scheidung folgte schattenbehaftet. Eine nebulöse Zeit des Versinkens in Gewässer ohne Schnorchel, Sauerstoffgerät oder Tauchglocke folgte. Kaum fand ich eine Luftblase in letzter Minute, kaum drei Atemzüge später liessen Arbeitskolleginnen und mein Vorgesetzter ihre gut versteckten Nadeln ausfahren. Mobbing. Ein halbes Jahr hielt ich diesen Stichstössen stand, dann erlöste mich die Diagnose Krebs.
Wieder wurde ich gewaschen. Volles Programm. Schleudern auf höchster Stufe inbegriffen. Wieder ging ich tauchen. Mit noch weniger Luft, dafür mit noch mehr Angst.
In einer neu gefundenen Sauerstoffblase musste ich feststellen, dass es tatsächlich Menschen gibt, die eine solche Diagnose einem einfachen Schnupfen gleichsetzen! Meine Zeit der Therapien war für diese Leute ( sie litten unter unheilbaren Augenleiden, Ohrensausen, Geschmacksverlust und Hirnverbrennungen) zu lang. Mir wurde gekündigt kaum war ich gesund.
Ich war fünfzig Jahre alt und ging allein durch das Leben.
Ach ja, der Tauchgang. Ich wusste es. Wieder einer mehr.
Im Sumpf meines Vegetierens begann ich zu träumen. Für dieses wundersame Land der Nächte und Tage besorgte ich mir neben Kiemen und Flossen Luftvorräte für die Dauer eines kleinen Krieges mit anschliessendem Rauchen einer Friedenspfeife.
Ich ergab mich dem Untergang.
Zurück blieb ein Nichts.
Wer jetzt meint ein Nichts sei nichts, der täuscht sich. Denn ein Nichts ist etwas: nämlich ein Nichts. Und da ein Nichts immerhin etwas ist, kann es sich eine Form nach Belieben wählen. Vorausgesetzt es wird mit Fantasie genährt. Und davon hatte ich mir in den wiederkehrenden schmerzlichen Zeiten genug zum Überleben erworben, wie ein Maler das schier unerschöpfliche Mischen der Farben entdeckt hat.
Ich erträumte mir die immer wiederkehrende Geschichte einer Frau, die „sich Ihrer bewusst mit allen Sinnen“ aus dem Nichts aufsteigt. Geborgen in ihrer Hand hütet sie eine Sternenglanz spiegelnde Perle.
Eine Frau, ein Weib. Mit nebelgrausilbernen, langen Haaren. Mit Linien, die wie der Fächer einer stolzen Spanierin in ihr Gesicht
gefältelt sind. Ausgeglichen, gelassen wie ein brütendes Huhn. Mit Charme und Humor eines Charlie Chaplin. Mit der wohlproportionierten Figur einer Schwimmerin nach ihrem Rücktritt. Mit Ruhe gesegnet gleich einer äsenden Kuh.
Gedulderprobt wie Sisyphus.
Begnadet mit der Fähigkeit immer wieder mit sich ins Reine zu kommen.
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97. Traum von Gertrud:
«Ich gehöre zur Generation der Babyboomer, aufgewachsen in einem kleinen Dorf in den Bündner Bergen. Da gehörte ein Fernsehgerät noch nicht zur mehr... Standart – Ausrüstung einer Familie. Als ich etwa 10 Jahre alt war, hatte das Christkind endlich auch mit uns Berglern erbarmen und brachte uns ein solches Wunderstück in’s Haus. Es gab nur zwei Farben – schwarz und weiss - aber die Bilder die ich dort sah, haben mich total fasziniert und meine Neugier und mein Wissensdurst waren blitzartig angefacht.
Eines Tages sah ich atemberaubende, wunderschöne Bilder aus einem fernen Kontinent und war wie elektrisiert. Diese Bilder haben sich in meiner Seele eingebrannt und ein ganz besonderes Bauwerk mit Flügeln hat mich bis in die Träume verfolgt. Ich habe alles gesammelt, was ich über diesen Wahnsinns - Kontinent erfahren habe und immer mal wieder ausgemistet, wenn meine Aufräumwut mich übermannt hat, nur um wieder neu damit anzufangen – ein ewiges Spiel, immer mit dem brennenden Wunsch im Herzen
eines Tages …..jaaahhhh eines Tages fahre ICH dorthin !!!!!!!!
Viele meiner Freunde und Kollegen, Arbeitskollegen und Bekannte habe ich auf den Flughafen Zürich gefahren und dort verabschiedet. S I E durften meinen Kontinent bereisen und ICH musste wieder zu Hause bleiben. Mit Tränen in den Augen und mit Magenkrämpfen aus lauter Fernweh kehrte ich jeweils nach Hause zurück. Bin am Fenster gehangen oder im Garten gestanden und habe schweren Herzens zugesehen, wie der Flieger über unser Haus in die wunderschöne Ferne entschwebte.
Jedes Jahr bei der Ferienplanung wurde auch mein Traumziel wieder in Erwägung gezogen und wieder verworfen – der Weg ist sooooOOOOOO lang, die Reisezeit u n e n d l i c h lang und der Kontinent fast unerreichbar – Schade
Die Tage, Wochen, Monate und Jahre gingen in’s Land, ich habe zwei wunderbare Kinder bekommen und Ihnen immer mal wieder von meinem wunderschönen Traum erzählt und sie haben mich immer wieder gefragt:
„ Mama warum gehst Du nicht einfach mal dorthin ?“ Jaaahhhhh warum ?????
40 Jahre später, nach einem Tiefschlag in meinem beruflichen Leben, nach 10 Monaten Arbeitslosigkeit, Unsicherheit ob ich mit 54 Jahren noch einen Job bekomme, Zukunftsangst und……und……und ………..und…?!?!?!?! Am Donnerstagabend habe ich den positiven Bescheid für eine neue Stelle bekommen, am Freitagvormittag bin ich im Reisebüro gesessen und habe meine Wünsche angebracht und am Montagmittag habe ich die Bestätigung erhalten, dass alles geklappt hat und ich reisen kann.
Australien……..ich komme…….
……………..nach 25 Stunden Reise stehe ich heulend vor dem wunderschönen Bauwerk, wovon ich ein halbes Leben geträumt habe
Das Opernhaus von Sydney
Es beginnt eine wunderschöne Zeit, 5 Wochen MEINEN Kontinent bereisen. Alle Götter und Geister sind mir wohlgesinnt, sie schenken mir 5 Wochen Sonnenschein, eine super tolle Reiseleiterin und eine coole Gruppe Menschen, die die Reise zu einem Highlight machen. 10 Tage „streune ich wie eine Katze“ ganz alleine durch das wunderschöne, atemberaubende, herrliche S Y D N E Y. Alle Ecken und Winkel werden „per piede“ erkundet und dann, ja und dann…………….heisst es auch für mich…..
Abschied nehmen…………….
aber mit dem Versprechen an mich selber
Ich komme wieder…………..
Gertrud
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96. Traum von Eva:
«Ich hatte immer sehr gute Noten. Als ich 17 Jahre war, versprach ich meiner Urgroßmutter, die einen wesentlichen Teil meiner Erziehung übernommen mehr... hatte, ein Doktorat abzuschließen. Ich war 29. Ich habe sehr erfolgreich Mathematik studiert, zu arbeiten begonnen, aber mein Versprechen hatte ich immer noch nicht eingelöst. Mein Lebenspartner hat mich in vielen kleinen, subtilen Bemerkungen wie den Abschluss unmöglich gemacht. Er war mir mein Doktorat, meinen Erfolg neidig. Ich war dermaßen geschwächt und abhängig, dass ich nicht schaffte, mich zu trennen. Er hat mich letztlich mit seiner Sekretärin betrogen und endlich war der Seelenterror vorbei. Ich habe meine Dissertation binnen 2 Jahren neben einem anspruchsvollen Beraterjob mit 70 Arbeitsstunden pro Woche abgeschlossen. Meinen ersten großen Traum habe ich mir mit viel Ausdauer und Anstrengung erfüllt.
Steile Karriere – ich lebe für meinen Job. Männer waren Nebensache. Als Geschäftsführerin folgt komplette Sinnentleerung. Jahrelang gearbeitet, mich verkauft. Keinen Urlaub, kein Hilfsprojekt, kein Krankenstand. Nach 2 Jahren der Mut zum Ausstieg: 1 Jahr Auszeit, Zeit zum Reisen, Zeit, die Orte zu besuchen, von denn ich als Kind Kalenderbilder in meiner Geheimzimmer gesammelt und aufgehängt habe. Ein Kindestraum hat sich manifestiert.
Neue Träume drängen nach ihrer Erfüllung.
In all meinen Geburtstagswünschen schreibe ich: …und dass du deine Träume lebst…
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95. Traum von Marion:
«Mein Traum entspricht meiner Vorstellung von einem idealen Leben. In meinem Traum bin ich eine harmonische, ausgeglichene, zufriedene, vitale und mehr... unternehmenslustige Frau. Ich fühle mich rundum wohl, bin mit meinem Inneren Eins. Durch diese Einstellung bin ich stark und gewappnet, den Alltag mit all seinen Herausforderungen mit links zu meistern. Meine Kraft verleiht mir eine Ausstrahlung, die auch auf mein Umfeld abfärbt. Ich weiss, dass ich ein riesiges Glück habe, dass es mir so gut geht und geniesse die wertvollen Augenblicke.
Diesen Zustand habe ich schon einige Male erreicht, sei es, dass ich alleine nach einer Trennung wieder so zu mir gefunden habe, oder dass ich einen Partner hatte, mit dem ich das Gefühl hatte, es scheint alles zu stimmen und nichts könnte unser Glück zerstören. Leider ist diese letzte Phase zu Ende gegangen, und derzeit befinde ich mich wieder auf dem Weg zu meinem Ziel. Aber ich weiss, dass ich es wieder schaffen kann und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ich meinen Traum erneut erleben darf…
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94. Traum von Ketrin:
«Ich habe in meinem Leben schon viele Träume gehabt. Viele davon sind in Erfüllung gegangen: Ich habe erfolgreich studiert und habe auch ein mehr... Postdiplomstudium absolviert, sogar eine Schauspielakademie abgeschlossen, eine Familie gegründet und bin stolz zwei schöne Kinder zu haben, habe ein Eigenheim, singe im mehreren Formationen, … Kein Traum aber war so gross wie die Reise nach Kenia. Wieso Kenia?
Ich bin im ehemaligen Jugoslawien geboren, meine Mutter ist Serbin, mein Vater ein Kikuyu Kenianer der damals in Jugoslawien ein Studienstipendium hatte. Sechs Jahre lang lebte ich glücklich mit meinen beiden Eltern in Novi Sad, einer schönen Stadt an der Donau, bis eines Tages, am 16. Februar 1973, mein Vater kurz zur Post ging und nie mehr zurückkam. Er wurde nie gefunden, keine Nachrichten, keine Spur. Alle seine Sachen, Kleider, Bilder, Bücher blieben zu Hause. Wir suchten durch Polizei, Botschaften, Internationales Rotes Kreuz. Meine Familie in Kenia, vor allem mein Onkel, engagierte sich von dort aus, da sie ihren Sohn noch länger nicht mehr gesehen haben - noch seit seiner ursprünglicher Reise zum Studiumaufenthalt in Jugoslawien in 1962.
Ich ging zur Schule und dank meiner wunderbaren Mami die als allein stehende Mutter mit einem Kind dunkler Farbe viel Mut zeigen musste, überbrückte ich erfolgreich viele Barrieren. Jedoch in Jugoslawien ging es wirtschaftlich Berg ab und wir hatten nie eine Chance, diese Reise zu verwirklichen. Auch der Plan mit meinem Freund nach Kenia in die Flitterwochen zu gehen ging nicht in Erfüllung da mein zukünftiger Mann eine Stelle in der Schweiz erwarb. Wir heirateten und er ging innert einigen Tagen in die Schweiz. Ich folgte ihm etwa sechs Monate später als ich im Theater wo ich damals arbeitete alle meine Rollen übergeben habe. In der Schweiz orientierte ich mich neu, lernte ich die Sprache, suchte Arbeit, bald kamen Kinder, … das Leben ging einfach weiter, aber so einfach war es auch nicht. In Jugoslawien brach der Krieg aus und diese Ereignisse prägten viele Jahre unseres Lebens. Es gab viele Seelen die Hilfe brauchten … Die Idee von der Reise wurde wieder weggeschoben … Auch nachher, weil die Kinder noch nicht gross genug waren für so eine Reise, usw usw – es schien als ob immer irgendwelche Gründe da waren um diese Reise zu verschieben …
Als in Dezember 2007 die Unruhen in Kenia meine eigene Familie traffen, meldete sich mein Onkel. Er sagte: ‚Ich möchte nach Europa kommen und dich kennenlernen’. So geschach es auch! Er kam zu mir in die Schweiz in Oktober 2008 und wir verbrachten vier wunderbare Wochen zusammen. Und ich entschloss mich kurz danach nach Kenia im folgenden Sommer zu gehen. Meine Kinder waren inzwischen 16 und 14 und ich sagte zu meiner Familie, dass ich für die Pilgerreise meines Lebens bereit bin. Die entschlossen sich alle mitzukommen. Anfangs Juli 2009 landeten wir in Nairobi. Einige Autos überladen mit Verwandten kamen zum Flughafen, die tanzten und sangen schon vor dem Flughafen Gebäude für uns. Nach einigen Stunden Fahrt bis zum Zuhause meines Onkels, erwartete uns da eine Willkommensparty wie für Könige organisiert. Und dass war lange nicht alles! Innert sechs Wochen, welche ich in diesem wunderbaren Land verbrachte, lernte ich etwas mehr als 300 Verwandte kennen. Es war wie eine emotionale Bombe für mich alle diese Bekanntschaften in der einst verlorenen Familie zu machen. Ich lernte auch viele andere Leute kennen und, natürlich, die traumhafte Landschaften des Landes. Kenia wird mich sicher wieder sehen.
Nur von meinem Vater fehlt, nach 37 Jahre seitdem ich im das letzte Mal sah, immer noch eine Spur. Es wäre schön, eines Tages tatsächlich zu entdecken, was mit ihm damals geschah. Somit habe ich noch einen grossen Traum zu erfüllen!
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